Am kommenden Montag, 26. Dezember, 20 Uhr, klingt das Vereinsjahr des Vereins "Night-Music" mit dem Trio Malcolm Green (Gesang, Saxophone, Flöte), Urs C. Eigenmann (Flügel, E-Piano) und Ferdinand Rauber (Perkussion) im Kulturkeller Park in Flawil aus.
Am 24. November 1995 - fast genau vor 16 Jahren - haben die drei Musiker die CD "Changes" live im Rössli Mogelsberg in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein Mogelsberg aufgenommen, ausschliesslich Eigenkompositionen. Im Kulturkeller soll das Projekt wieder aufgenommen werden. Im CD-Cover schrieb Urs C. Eigenmann vor 16 Jahren: "30 JahreBühnenpräsenz, das hat Geschichte. Mit dem sechsten Lebensjahr habe ich das Klavierspiel begonnen, weil bei mir zu Hause einfach ein Klavier gestanden hat. So habe ich die Musik während dieser Zeit kennen gelernt. Meine Musik. Ich danke allen herzlich, die meiner Musik bis heute gerne und auch kritisch zugehört haben. Changes - Ich lebe in einer neuen Zeit. Ich widme diese ganze Arbeit Cornelia Buder, zum Dank an unsere wunderbare Begegnung. Sie hat auch das fruchtbare Zusammentreffen mit dem Perkussionisten Ferdinand Rauber veranlasst. Und die tiefe Freundschaft mit Malcolm Green begleitet mich schon mehr als zehn Jahre. Ich danke Ferdinand und Malcolm herzlich für die Ermöglichung dieser Aufnahme."
Und der Journalist Richard Butz schrieb: "Ein Jazzmusiker müsse ein gesunder und starker Kerl sein", hat New Orleans Jazzpionier Johnny St. Cyr einmal gesagt. Und: „Wenn sein Publikum begeistert ist, spielt er nochmals so gern." Urs C. Eigenmann ist genau dieser Typ Musiker. Seit seinem 6. Lebensjahr, seit 55 Jahren drückt, haut - wenn es sein muss - und streichelt er Tasten; zuerst und bis heute die des Pianos, später auch die des E-Pianos. Seine Musik, meist von ihm selber komponiert, gründet auf mehreren Pfeilern, die aber alle miteinander verbunden sind: Können, weitgehend autodidaktisch erworben, Ideenreichtum, Spielfreude, Witz und Blues, den er mit so viel Gefühl spielt wie kaum einer hierzulande. Er führt die Zuhörenden auf überraschende musikalische Reisen und kehrt sein Inneres nach aussen. Und ganz nebenbei, aber nicht zu vergessen: Urs C. Eigenmann hat ein Stück originaler Schweizer Jazzgeschichte mitgestaltet. Nochmals 50 Jahre können es wohl nicht mehr werden, aber solange es diesen „Kerl" gibt, können wir noch einiges erwarten - und uns darauf freuen!