v.l. Tony Heidegger ts, fl, John Service tb, Erwin Pfeifer e-g, Andy Leumann d, Urs C. Eigenmann p, Laura Boldo voc, p, Beni Leumann e-b, Freddy Benitez perc
Richard Butz
off&out; dahinter steht vieles: eine Band, die seit 1970 in verschiedensten Besetzungen (die Liste der Musiker ist lang und eindrücklich) musiziert, dann aber auch eine Philosophie: weg gehen (off) und aus sich heraus gehen (out). Genau so hält es Urs C. Eigenmann: Er führt die Zuhörenden auf überraschende musikalische Reisen und kehrt sein Inneres nach aussen. Und ganz nebenbei, aber nicht zu vergessen: Mit dieser Band hat Urs C. Eigenmann ein Stück originaler Schweizer Jazzgeschichte mitgestaltet. Nochmals 50 Jahre können es wohl nicht mehr werden, aber solange es diesen „Kerl" gibt, können wir off&out noch einiges erwarten - und uns darauf freuen!
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Laura Boldo, das junge Gesangstalent Sie singt mit Leib & Seele und entzückt ihre Zuhörer. Die 18-jährige Flawilerin im Portrait.
In Bern gründete der Pianist Urs Carl Eigenmann im Jahre 1967 das Urs Carl Eigenmann-Trio. Es war eine eigentliche Blues-Band. Mit dieser Band fanden regelmässig Konzerte in Bern und Umgebung statt. Einige Zeit später stiess der Gitarrist Virginio Zambelli auf die Gruppe. Bald traten der Bassist Riccardo Aebi und der Schlagzeuger Roland Carnal in die Gruppe ein. Im Jahre 1969 zügelten Zambelli und Eigenmann nach Lugano. Dort spielten sie mit den dort ansässigen Musikern, einige Male auch mit dem Schlagzeuger Cosimo Lampis und dem Gitarristen Vittorio von der berühmten Gruppe „Toad“ (heute bei „Gotthard“). Im Jahre 1970 kehrten sie wieder nach Bern zurück und gründeten die Gruppe off&out. Mit dieser Gruppe haben sie viele Konzerte gegeben, unter anderem wiederholt am damaligen Jazzfestival Zürich, das unter der Leitung von André Berner stand.
Im Jahr 1971 gab es einen Wechsel. Neu hinzu kamen der Schlagzeuger Marc Hellman, der Bassist Karl Theodor Geier (Radio-Orchester Zürich) und der Perkussionist Herbie George. Im Jahre 1973 ist Florian Neuenschwander als neuer Bassist eingestiegen. Ebenso kamen die Bläser Stani Eimer (Trompete) und Peter Wildbolz (Saxophon) dazu. Aschi Frei ersetzte später den Schlagzeuger Marc Hellman, der zum „Dave Pike-Set" übergewechselt war. Im Jahre 1974 löste sich dann die Gruppe auf. Virginio Zambelli verreiste nach Brasilien, wo er heute wohnt und eine Salsa-Band ins Leben gerufen hat. 1977 stiessen Bruno Brandenberger (Bass), Frangois Mosimann (Gitarre), Roger Zimmermann (Saxophone, Flöte) und wieder Stani Elmer (Trompete) zu Urs Carl Eigenmann und liessen die Gruppe off&out wieder aufleben. So tourten sie wieder einige Jahre erfolgreich umher. Es gab dann noch Umbesetzungen, von denen zwei besonders zu erwähnen sind: Die erstere mit Daniel Schnyder s, Claudio Rudolf tp, Françcois Mosimann g, Urs C. Eigenmann p, Bruno Brandenberger b, Robi Mark dr und die nächstere mit Ekkehard Sassenhausen s, Stani Elmer tp, Urs C. Eigenmann p, Peter Keiser b, Walter Keiser dr und Eduardo Nascimento perc. Mit der letzterwähnten Besetzung ist im Mai 2003 in der Habsburg-Bar in Widnau eine Live-CD entstanden: "A Habsburg Night For Eddie Harris".
Mit der Gruppe off&out haben in den letzten Jahren folgende Musiker gespielt:
Schlagzeug: Aschi Frei, Marc Hellman, Stefan Engler, Cosimo Lampis (Toad), Roland Carnal, Alex Bally, Roger Maurer, Andy Leumann, Heinz Lieb, Thomas Hiestand, Jürg Lehmann, Robert Mark, Orlando Ribar (Sina), Maurizio Grillo, Walter Keiser.
Perkussion: Daoud Amin, Herbie George, Jonas Haefelin, Hugo Trüssel, Eduardo Nascimento.
Bass: Karl Theodor Geier, Christian Geiser, Florian Neuenschwander, Riccardo Aebi, Mack Wilhelm, Jürg Wildberger (Ex-Tagesschausprecher), Hämi Hämmerli, Christoph "Tüdl" Huber (+), Pepi Buoro, Bruno Brandenberger, Rätus Flisch, Stephan Schertler, Roland Christen, David Maeder, Peter Keiser, John Bösch.
Saxophon: Peter Wildbolz, Erwin Huber, Urs Leimgruber, Carlo Schöb, Roger Zimmermann, Daniel Guggenheim, Jürg Burkhart, Christian Ostermeier, Daniel Schnyder, Albert Landolt, Ekkehard Sassenhausen.
Posaune: Uli Binetsch.
Flöte: Thomas Fehr. Gesang: Malcolm Green, Amelia Bruderer
(+) ist das traurige Zeichen, dass diese wunderbaren Menschen leider nicht mehr unter sind. Ich bin dankbar, mit ihnen im Leben zusammen gewesen sein zu dürfen und ich gedenke ihrer immer.